2008VRE Studie um Kohäsionspolitik
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Pressemitteilung, 17 Januar 2008

VRE Präsident Riccardo Illy präsentiert Studie zur Regionalpolitik 2014+.
VRE Studie deckt ernste Mängel in Europäischer Kohäsionspolitik auf.

Nach jahrelanger Beteiligung in der Entwicklung der Kohäsionspolitik der Europäischen Kommission hat die Versammlung der Regionen Europas (VRE) ihre eigene Experten-Reflexionsgruppe gegründet als auch eine ausführliche Konsultation mit 60 Regionen aus 22 europäischen Ländern durchgeführt und kürzlich eine Studie über Regionalpolitik 2014+ fertiggestellt.

Auf Basis der Ergebnisse spezifischer Erfahrungen und Sichtweisen der Regionen deckt die Studie eine Zahl von Mängeln in der Entwicklung und Implementierung Europäischer Kohäsionspolitik auf.

Die Studie zeigt, dass die Regionen entweder vom Kohäsions- und Finanzierungsprozess ausgeschlossen sind (über ein Drittel der untersuchten Regionen ist nicht im Managementprozess der EU-Fonds beteiligt) oder andererseits stark durch die enormen administrativen Bürden der Europäischen Kommission und oftmals durch verwirrende politische Richtlinien beeinträchtigt sind.

'Es ist klar, dass das regionale Potential zum Beitrag eines bottom-up Basisansatzes zur Entwicklung einer Kohäsionspolitik post 2013 verschwendet wird',  sagte VRE Präsident Riccardo Illy bei der heutigen Eröffnung.

Die VRE Studie zur Regionalpolitik 2014+ fordert eine integriertere und gemeinschaftliche Entwicklung der Kohäsionspolitik post 2013. Die Empfehlungen der Studie richten sich speziell auf die Notwendigkeit einer neuen Art von Drei-Parteien Kohäsionspolitik, in der die Regionen eine Schlüsselrolle, gemeinsam mit den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, spielen.

Die Studie fordert weiters die Entwicklung von territorialer und interregionaler Kooperation, eine zunehmende Synergie zwischen EU-Regionalpolitik und anderen Gemeinschaftspolitiken (insbesondere der Europäische Sozialfond und der Europäische Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums) als auch größere Beachtung für die praktischen Ansprüche der Regionen wie eine adäquate Finanzierung und Ausbildung.

'Wie ich schon immer verfochten habe, sind die Behörden, die am besten für die Entwicklung und Implementierung der Regionalpolitik geeignet sind, die Regionen selbst. Kohäsionspolitik ist nur ein weiteres Beispiel dafür, warum das Subsidiaritätsprinzip sowohl von europäischen als auch von nationalen Entscheidungsträgern, vollkommen in Betracht gezogen werden muss', sagte Präsident Illy.

Die VRE Studie zur Regionalpolitik 2014+ kann unter folgendem Link abgerufen werden:
www.aer.eu/fileadmin/user_upload/MainIssues/CohesionRegionalPolicy/AER-Study-FutureRegPolicy-2014-FIN.pdf

Der folgende Zeitplan stellt eine Zusammenfassung der früheren, derzeitigen und zukünftigen VRE Tätigkeiten im Bereich der Kohäsionspolitik dar:
www.aer.eu/fileadmin/user_upload/MainIssues/CohesionRegionalPolicy/PastCurrent-activities-CohesionPol.pdf

VRE Kontakt:
Richard Medic, Pressesprecher / Direktor der Presse- und Kommunikationsabteilung, r.medic@aer.eu - Tel (mobil) +33 678 695 235

Die VRE, Versammlung der Regionen Europas (AER.eu), ist die unabhängige Organisation der Regionen Europas. Die VRE hat mehr als 260 Regionen aus 33 europäischen Staaten, innerhalb und außerhalb der EU sowie 14 interregionale Organisationen, als Mitglieder. Die VRE vertritt die politischen Interessen der Regionen und ist Forum für die Zusammenarbeit der Regionen.

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